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Björgen krönt sich zur WM-Königin - Künzel Siebte
(Oberstdorf/dpa)
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Foto: Matthias Schrader dpa/lby
Die Norwegerin Marit Björgen präsentierte ihre komplette Medaillenausbeute am Samstag nach der Siegerehrung für den Sieg im 30 km Langlauf der Damen mit Massenstart im klassischen Stil bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf. Mit drei Goldmedaillen, einmal Silber und einmal Bronze ist sie die erfolgreichste Sportlerin der Nordischen Ski-WM.
Von Gerald Fritsche und Eric Dobias, dpa
(Oberstdorf/dpa) - Marit Björgen sank in den Schnee und vergoss
Tränen der Freude, Claudia Künzel ärgerte sich über das verpasste
Edelmetall. Norwegens Ausnahme-Langläuferin hat am Samstag in
überlegener Manier das 30-km-Massenstartrennen im klassischen Stil
gewonnen und sich mit dem dritten Sieg nach Gold in der Staffel und
im Team-Sprint zur Königin der nordischen Ski-Weltmeisterschaften in
Oberstdorf gekrönt. Künzel belegte nach einer großartigen
kämpferischen Vorstellung mit einem Rückstand von 16,9 Sekunden den
siebten Platz. «Es reicht eben noch nicht bis ganz nach vorn. Es tut
mir leid, dass wir nicht um die Medaillen mitkämpfen konnten», sagte
die Oberwiesenthalerin.
Ihre Vereinskollegin Viola Bauer kam auf den 12. Rang (+ 1:58,8
Min.), Steffi Böhler (Ibach/+ 5:28,2) wurde 28. Manuela Henkel
(Oberhof) musste wegen einer leichten Erkältung passen. «Ich bin
zufrieden. Claudia hat mich überrascht und ein hervorragendes Rennen
gezeigt. Am letzten Anstieg hat man aber gemerkt, dass ihr nach der
Krankheit im WM-Vorfeld die Kraft fehlt, sonst wäre noch mehr drin
gewesen», bilanzierte Bundestrainer Jochen Behle.
20 km lang durfte Künzel auf Edelmetall hoffen, ehe sie in der
Schlussphase dem hohen Tempo in der achtköpfigen Spitzengruppe Tribut
zollen musste. «Bis zur fünften Runde war ich gut dabei, dann ließ
die Kraft nach. Ich habe Krämpfe bekommen. Ich wollte um die Medaille
mitlaufen, leider hat es nicht gereicht», sagte Künzel.
Die deutschen Damen blieben bei der Heim-WM somit ohne Medaille
und weit hinter dem Ergebnis von Val di Fiemme 2003 zurück, als sie
ein Mal Gold und zwei Mal Silber gewannen. Evi Sachenbacher (Reit im
Winkl) präsentierte sich außer Form und reiste vorzeitig ab, Künzel
konnte nach einer Erkältung wenige Tage vor WM-Beginn nicht ihr
wahres Leistungspotenzial ausschöpfen. «Wenn man krank ist, kann man
nichts machen. Die WM hat dennoch Spaß gemacht», sagte die 27-
Jährige. «Wir sind zwei Mal knapp an einer Medaille vorbei
geschrammt. Es hat auch das Quäntchen Glück gefehlt», erklärte Behle.
Eine Klasse für sich war Marit Björgen, die am Samstag Virpi
Kuitunen aus Finnland und Natalja Baranowa-Masolkina (Russland)
deutlich auf die Plätze verwies. Mit fünf Medaillen (3 Gold, 1
Silber, 1 Bronze) avancierte die 24-Jährige, die sich von einer
Sprint-Spezialistin zur Universal-Läuferin entwickelt hat, zur
erfolgreichsten WM-Teilnehmerin. «Sie ist eine verdammt starke Frau.
So blöd es klingen mag, ich bin froh, dass sie mitläuft. Sie wertet
unseren Sport auf», lobte Künzel die «WM-Königin» aus Trondheim.
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