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Evangelisches Dekanat Nidda

Portrait:
Unser Dekanat

(Das Porträt wurde anlässlich der Visitation des Dekanates Nidda und seiner Kirchengemeinden im Jahr 2008 erstellt. Dekan Manfred Patzelt wurde im August 2011 in den Ruhestand verabschiedet, in einigen anderen Bereichen gab es ebenfalls Veränderungen. Nichtsdestotrotz kann das Porträt einen Eindruck zu den verschiedenen Arbeitsfeldern im Dekanat Nidda vermitteln. Eine Überarbeitung dieser Seite(n) wird Anfang 2012 erfolgen.)



- 1. Allgemeines: Das Evangelische Dekanat Nidda

- 2. Das Dekanat in der AG

- 3. Arbeitsgebiete des Dekanats

- 4. Weitere Arbeitsgebiete der Arbeitsgemeinschaft

- 5. Weitere Angebote des Dekanates Nidda

- 6. Informationen zu den Kirchengemeinden im Dekanat Nidda



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1. Allgemeines
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Das Dekanat Nidda: Sichtbare Einheit von Kirche und Diakonie


Viele Jahrzehnte lang hat sich das Haus in der Bahnhofstraße 26 in Nidda als BUCHDRUCKEREI ausgewiesen. Am renovierten und erweiterten Gebäude steht nun HAUS DER KIRCHE UND DIAKONIE.

Seit Januar 2005 ist es ein Zentrum kirchlicher und diakonischer Arbeit in der Region, ein zentraler Anlaufpunkt für Ratsuchende, für kirchlich engagierte Ehrenamtliche, ein Treffpunkt für Gruppen und eine Verwaltungszentrale. Das Haus signalisiert: Kirche und Diakonie gehören zusammen.
So wie ein Vogel nur mit zwei Flügeln fliegen und ein Boot nur mit zwei Rudern geradeaus fahren kann, so gehören für einen Christen Kirche und Diakonie zusammen. Die Wurzeln dafür liegen im Neuen Testament, in der Person Jesu.

Jesus war Rabbi (Lehrer) und Diakon (Diener);
Beter und Heiler;
Heiler und Helfer.
Er war Seelsorger und Ratgeber, Prediger und Leidensgenosse.
Jesus konnte mit seinem Herzen ins Herz und hinter die Maske der anderen sehen. Wort und Tat, Reden und Handeln haben bei ihm übereingestimmt.
Er hat uns die großartige Geschichte vom liebenden Vater erzählt, der seinen Taugenichts von Sohn mit offenen Armen empfängt und einen neuen Start ermöglicht. Und er hat sich in Liebe dem Aussätzigen zugewandt, der aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen worden war und ihn zurückgeholt. So hat er Zeichen gesetzt und ist selbst zu einem Zeichen geworden (Licht der Welt, Brot des Lebens ...) bis zu seinem Tod am Kreuz.

Jesus, unser Lehrer und Diakon, braucht glaubwürdige Nachfolger. Nachfolger, die in seinem Geist leben. Jesus hat uns gezeigt, was es heißt, als geistlicher (spiritueller) Mensch zu leben.
Wir sind geistliche Menschen, weil wir einen doppelten Ursprung haben: einen irdischen und einen himmlischen. Gott formt ein Stück Erde und bläst ihm seinen Atem, seinen Geist ein. Der so geschaffene Mensch wird nun selbst zum Schöpfer und Gestalter der Erde. Als Geschöpf wird er selbst zum Schöpfer. Jesus hat sich in der Stille und im Gebet immer wieder seiner geistlichen Wurzeln vergewissert. Aus diesen Wurzeln heraus ist ihm die Kraft zum Handeln erwachsen.
Die Einheit mit Gott, den er Abba, Vater, nannte, hat ihm die Fähigkeit verliehen, sich den Menschen zuzuwenden.

Im göttlichen, spirituellen Menschen Jesus erkenne ich die Einheit, die Ganzheitlichkeit des Menschen, auch die Einheit von Irdischem und Himmlischem, von Göttlichem und Alltäglichem, von Wort und Tat, von Diakonie und Kirche.
Was in unserer Welt auseinander fällt, versucht der geistliche Mensch zu verbinden. Eine Erinnerung an diese Einheit soll das HAUS DER KIRCHE UND DIAKONIE sein. Die Menschen, die in diesem Haus arbeiten, sollen gesegnet sein und mögen ein Segen sein für die, die darin ein- und ausgehen.



 
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Das Dekanat Nidda umfasst 15 Kirchengemeinden mit insgesamt 20 000 evangelischen Gemeindemitgliedern. Westöstlich erstreckt es sich von Echzell bis Hirzenhain, von Süd nach Nord gesehen, von Ranstadt bis zur Linie Nidda-Ober - Widdersheim und Unter-Schmitten.

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Unser Gebiet ist seit weit über tausend Jahren verbunden mit Christentum und Kirche. Tiefenhistorische Wurzeln werden sichtbar, beispielsweise in dem zuzeit entstehenden Bonifatiusweg zwischen Mainz und Fulda, der über eine gute Strecke unser Gebiet durchquert. Christlich definierte Bodendenkmäler, Kirchen und Klöster, einige davon sind mit außerordentlichen Kunstwerken ausgestattet, legen ebenso beredtes Zeugnis ab von einer reichen Kirchengeschichte in unserer Region.

Die Archive der Kirchengemeinden bergen und bieten wertvolle Quellen nicht nur zum Leben und Werden der speziellen Gemeinden, sondern auch zu allgemein bedeutsamen kultur- und sozialgeschichtlichen Betrachtungen.

Unser kirchliches Leben heute ist geprägt von tradierter volkskirchlicher Frömmigkeit und dem intensiven Bemühen vieler Ehrenamtlicher und Hauptamtlicher, das Evangelium in alle Alters- und Interessengruppen zu vermitteln. In einzelnen Gemeinden haben sich unterschiedliche Schwerpunkte herausgebildet: Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern, Friedens- und Bildungsarbeit, Kirchenmusik, Kurseelsorge, Notfallseelsorge, Schulsozialarbeit, erweiterte, neu verstandene Gottesdienstformen und vieles mehr.

Die Diakonie hat ein umfassendes Hilfekonzept für psychisch Behinderte in der gesamten kirchlichen Region umgesetzt.
So gibt es viele lebendige und pragmatische Ansätze und Projekte um die Botschaft der Bibel und die daraus resultierenden Impulse innerhalb der verschiedenen Altersgruppen anzubieten und zu verankern.



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Büro Ev. Dekanat Nidda
Bahnhofstraße 26
63667 Nidda